Partnersuche über 50 – Herausforderungen & Möglichkeiten

Viele Menschen, die dieses Alter erreicht haben, sind sich einig: Mit über 50 gehört man noch lange nicht zum „alten Eisen“. Das Leben hält noch immer so manche Überraschung bereit und für die Liebe ist man ohnehin nie zu alt. Klar ist aber auch, dass sich die Partnersuche in reiferen Jahren anders gestaltet als es mit Mitte 20 der Fall war. Wir ergründen die Herausforderungen und Möglichkeiten der Partnersuche über 50 und geben praktische Dating-Tipps. 

Plötzlich Single – Wie Menschen über 50 das Singledasein erleben

Jahrelang hatte man einen Partner an der Seite. Es wurde zusammen gelacht und geweint, man hat unendlich viele gemeinsame Erinnerungen gesammelt, vielleicht Kinder großgezogen und die Höhen und Tiefen einer Partnerschaft erlebt. Und dann ist man plötzlich allein – ein Single über 50. Der Partner, ohne den man sich ein Leben früher nicht vorstellen konnte, ist weg und die persönliche Welt hat sich grundlegend verändert. Sicher, eine Trennung ist niemals leicht. Und dabei ist es nicht einmal ausschlaggebend, ob man selbst die Beziehung beendet hat oder verlassen wurde. Während junge Menschen den Großteil ihres Lebens aber noch vor sich haben und sich somit genügend Zeit zum Finden eines geeigneten Partners lassen können, haben Menschen über 50 oftmals das Gefühl, dass ihnen die Zeit davonläuft. Sie sind es aus jahrelanger Erfahrung gewohnt, einen Partner zu haben, und die Umstellung auf das Dasein als Single fällt alles andere als leicht. Dennoch bietet das Leben als Single auch Chancen. So mancher entdeckt sich neu, begibt sich auf neue Wege und blüht auf. Eine Trennung im höheren Alter muss also keine Katastrophe sein, sondern kann auch wundervolle Möglichkeiten eröffnen.

Die Top 7 der Trennungsgründe

So viele Trennungen es gibt, so viele Gründe für diese gibt es. Häufig spielen verschiedene Faktoren zusammen, die dann letztendlich dazu führen, dass die Beziehung keine Zukunft mehr hat. Diese sieben Ursachen sind dabei besonders gängig:

Seitensprünge und Affären

Es war noch nie so einfach wie heute, fremdzugehen. Etliche Online-Portale richten sich speziell an Personen, die einen Seitensprung suchen oder eine Affäre beginnen wollen. Man muss also noch nicht einmal mehr das Haus verlassen, um die ersten Schritte hin zum Betrügen des Partners zu gehen. Schon ein einmaliger Seitensprung kann eine eigentlich gefestigte Beziehung ordentlich ins Wanken bringen. Selbst wenn der „Betrüger“ sein Handeln bedauert, es sofort gesteht und aufrichtig um Entschuldigung bittet, ist der Schaden nun einmal angerichtet: Das hart erarbeitete und mühsam aufgebaute gegenseitige Vertrauen ist weg. Für viele Männer und Frauen ist ein Seitensprung der Trennungsgrund Nummer 1 und kann unter keinen Umständen verziehen werden. Noch weniger Chancen auf eine gemeinsame Zukunft bestehen, wenn es sich nicht um einen einmaligen Ausrutscher handelt, sondern über mehrere Wochen oder Monate hinweg eine Affäre geführt wurde. Als Betrogener sucht man die Schuld häufig bei sich und fragt sich, was genau den Partner in die Arme eines anderen getrieben hat. Die psychischen Verletzungen, die man erleidet, gehen für gewöhnlich tief und lassen sich nicht einfach aus der Welt schaffen. Sobald auf den Tisch kommt, dass der Partner längerfristig gelogen und betrogen hat, ist die Partnerschaft in den meisten Fällen zum Scheitern verurteilt.

Auseinanderleben

Treue allein garantiert aber auch keine glückliche und anhaltend verlässliche Partnerschaft. Menschen verändern sich stetig. Sie entwickeln neue Interessen, lernen aus den Erfahrungen, die sie tagtäglich machen, und werden von ihren Erlebnissen geprägt. So kommt es, dass sich Paare, die sich eigentlich lieben und einst extrem nahestanden, irgendwann nichts mehr zu sagen haben. Zwar wird am gleichen Tisch gegessen und im gleichen Bett geschlafen, eine wirkliche Nähe ist aber nicht mehr spürbar. Jeder lebt sein Leben und es ist letztlich nur noch die Gewohnheit, die zusammenschweißt. Auch in diesem Fall entscheiden sich Frauen und Männer immer wieder schweren Herzens dafür, sich zu trennen, um sich auf die Suche nach „mehr“ zu begeben.

Unterschiedliche Vorstellungen und Pläne

Ein bekannter Trauspruch lautet: „Liebe besteht nicht darin, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt.“  Natürlich kann es nicht schaden, wenn man seinen Partner gerne ansieht, aber dieselben Vorstellungen und Zukunftspläne zu haben, ist unvergleichlich wichtiger. Wenn der eine zum Beispiel frühestmöglich in Rente gehen und irgendwo ans Meer ziehen möchte, während der andere länger mit beiden Beinen im Berufsleben bleiben und den aktuellen Wohnsitz beibehalten möchte, gestaltet sich eine gemeinsame Zukunft schwierig. Das gilt zumindest dann, wenn beide Partner nicht bereit dazu sind, einen Kompromiss einzugehen.

Geheimnisse und fehlende Kommunikationsbereitschaft

Ehrlichkeit und eine funktionierende Kommunikation sind Grundsteine, auf die eine Beziehung aufbaut. Wenn einer dieser beiden Aspekte nicht mehr gegeben ist, rückt eine Trennung schneller als man denken mag in den Bereich des Möglichen.

Eifersucht

Ein bisschen Eifersucht gehört für viele Menschen einfach dazu und muss den Partner nicht zwangsläufig stören. Nimmt die Eifersucht aber Überhand, führt dies zu einer Belastung beider Parteien, die nicht in jedem Fall auf lange Sicht ertragen werden kann.

Häufiges Streiten

Egal aus welchem Grund: Streitereien sind ein Beziehungskiller. Selbstverständlich gehört der ein oder andere Streit von Zeit zu Zeit dazu. Man kann sich schließlich nicht immer einig sein. Wird aber ständig gestritten und führen selbst kleinste Meinungsverschiedenheiten zum stundenlangen Disput, gerät die Beziehung ernsthaft in Gefahr.

Ansehen des Partners als Selbstverständlichkeit

In den ersten Monaten und Jahren vergöttert man seinen Partner und kann kaum fassen, welches Glück man hat, von ihm geliebt zu werden. Über die Zeit kann es aber leicht passieren, dass man die Dinge, die einen einst verzaubert und angezogen haben, gar nicht mehr wahrnimmt. Der Partner und dessen Liebe sind zur Selbstverständlichkeit geworden. In der Folge zeigt man weniger Zuneigung und Wertschätzung und die Beziehung leidet immens.

Wie und wo lernen Menschen über 50 potenzielle Partner kennen?

Viele Singles über 50, die sich nach einem neuen Partner sehnen, stellen sich die Frage, wo sie einen solchen finden sollen. Schließlich stehen potenzielle Geliebte nicht vor der Haustür Schlange. Diese Orte und Gelegenheiten eignen sich zum Kennenlernen eines neuen Partners:

Freunde

Manche Frischverliebten Ü50 haben das Glück, durch Freunde und Bekannte in Kontakt mit einem interessanten, ganz besonderen Menschen gekommen zu sein. Das kann zum Beispiel auf einer Silvesterparty oder einer Geburtstagsfeier, die man als Gast besucht, passieren. Der Vorteil: Es bestehen gemeinsame Freunde, was von Anfang an verbindet.

Clubs und Bars

Frauen und Männer über 50 haben oft Hemmungen, in einen Club oder eine Bar zu gehen. Sie fühlen sich zu alt dafür und die Zeit, in der sie viel ausgegangen sind, liegt schon so lange zurück. Doch es kann sich lohnen, diesen Unsicherheiten zum Trotz auszugehen und sich ins Nachtleben zu stürzen. Insbesondere empfiehlt sich der Besuch von Clubs, Veranstaltungen und Bars, die sich ausdrücklich an ein reiferes Publikum richten.

Hobbys und Vereine

Eine wirklich gute Gelegenheit bieten in der Regel Hobbys, die in der Gruppe ausgeübt werden, oder das Eintreten in einen Verein. Durch das gemeinsame Interesse muss man nicht lange nach einem Gesprächsthema suchen und das Hobby sorgt dafür, dass man sich zwangsläufig immer wieder über den Weg läuft. Singles über 50 sollten sich überlegen, welche Freizeitbeschäftigungen sie ansprechen, und ihr neues Hobby nach diesem Kriterium auswählen. Von Gartenclubs und Bastelgruppen über Sportvereine, Leseclubs und Tierschutzgruppen bis hin zu Heimwerkervereinen, bietet sich schließlich eine große Auswahl an Dingen, die es sich vielleicht auszuprobieren lohnt.

Speed-Dating

Wer seine Partnersuche schnell und effizient gestalten möchte, sollte sich genauer mit dem Speed-Dating auseinandersetzen. Dort lernt man in kurzer Zeit viele potenzielle Partner kennen, kann sich aber eben auch nur kurz mit den einzelnen Personen unterhalten. Wenn sich am Ende der Veranstaltung zwei Teilnehmer füreinander entschieden haben, werden die Nummern ausgetauscht und einem ersten richtigen Date steht nichts im Wege.

Selbsthilfe- und Trauergruppen

Insbesondere verwitwete Männer und Frauen, die den Tod ihres Partners betrauern, finden in Trauer- und Selbsthilfegruppen Kraft und Unterstützung. Das ist vielleicht nicht der romantischste oder optimale Weg, einen neuen Partner zu finden, einen Versuch kann es aber Wert sein. Schließlich können sich, wenn die Trauer nachlässt, Gefühle zwischen Menschen entwickeln, die sich im Rahmen der Trauerbewältigung gegenseitig Halt gegeben haben.

Was erschwert das Dating Ü50?

Auch wenn man sich nichts mehr wünscht, als endlich wieder eine glückliche Beziehung zu führen, kann sich die Partnersuche schwierig gestalten. Für Männer und Frauen über 50 Jahren sind es meist diese Aspekte, die das Dating und das Kennenlernen einer neuen Liebe erschweren:

Hohe Erwartungen

Während man in seiner Jugend vielleicht wenig wählerisch war, sich ausprobieren wollte und erst herausfinden musste, was man sich von einem Partner wünscht, weiß man im reiferen Alter sehr genau, was man will und braucht – und was überhaupt nicht geht. Man möchte nicht „irgendwen“ finden, sondern einen Menschen, der so gut zu einem passt, dass man den Rest seines Lebens mit ihm verbringen möchte und kann.

Weniger Auswahl

Entsprechend verkleinert sich natürlich die Auswahl an Partnern, die tatsächlich in Frage kommen. Außerdem darf in puncto Auswahl auch der Teil an Männern und Frauen über 50, die noch immer mit ihrer Jugendliebe oder der Person, die sie als junge Erwachsene kennengelernt haben, zusammen und somit nicht verfügbar sind. Im jungen Erwachsenenalter war der Großteil der potenziellen Partner, die man traf, Single, in einer zum Scheitern verurteilten Beziehung oder zumindest noch nicht fest gebunden und verheiratet. Mit über 50 reduziert sich die Auswahl größtenteils auf die Menschen, deren Ehen oder langjährigen Beziehungen gescheitert sind.

Schlechte Erfahrungen und Altlasten

Schlechte Erfahrungen und Altlasten können die Partnersuche über 50 extrem erschweren. Ein Beispiel: Eine Frau Mitte 50 wurde in ihrer mittlerweile geschiedenen Ehe mehrfach betrogen und hat somit verständlicherweise Schwierigkeiten damit, Vertrauen zu fassen. Oder aber sie ist noch immer in ihren Ex verliebt, weiß aber, dass er ihr nicht guttut und möchte deshalb nach vorne blicken, schafft es aber einfach nicht – zumindest nicht zu 100 %.

Familienangehörige, Expartner und Kinder

Zu guter Letzt kann sich die Partnersuche auch durch Familienangehörige, Expartner und Kinder schwierig gestalten. Nicht jeder ist bereit, einen neuen Menschen im Leben seiner Tochter, Mutter oder Ex-Frau zu dulden. Und nicht jeder neue Partner kann mit der Ablehnung, die er durch die Eltern und Kinder seiner neuen Partnerin erfährt, oder mit einem rachsüchtigen Ex-Partner, der ständig vor der Tür steht und Telefonterror betreibt, umgehen. Noch schwieriger wird es, wenn beide Personen, die die Beziehung miteinander eingehen möchten, Kinder, feindselige Angehörige und unfreundliche Ex-Partner haben.

Tipps: So gelingt die Partnersuche ab 50

Diese Tipps unterstützen dabei, den oder die Richtige(n) trotz aller Hürden und Herausforderungen zu finden:

Offen bleiben

Bleibt man offen für Neues – seien es neue Hobbys, neue Erfahrungen und Menschen, die eigentlich nicht dem persönlichen Beuteschema entsprechen – steigert man seine Chancen auf eine baldige neue Liebe.

Nicht vergleichen

Ein Fehler, den man tunlichst zu begehen vermeiden sollte, ist das Vergleichen der neuen Bekanntschaft mit dem Ex-Partner. Nur so kann man sich unvoreingenommen auf diese Person einlassen.

Lösungen finden und Kompromisse eingehen

Wer sich ein Singleleben nicht vorstellen kann, sollte versuchen, Kompromisse einzugehen und nicht aufzugeben, wenn Komplikationen auftreten, sondern ernsthaft daran arbeiten, Lösungen zu finden.

Sind Sextoys auch für Singles und Paare über 50 interessant?

Diese Frage lässt sich leicht beantworten: Ja. Auch wenn Menschen, die heute über 50 Jahre alt sind, in einer Zeit aufwuchsen, in der Sexspielzeug noch eher verpönt war, können die spannenden Toys eigenhändig aus der Tabu-Zone heraus- und in das eigene Liebesleben hineingeholt werden. Sexspielzeug kann sogar zu einer guten Beziehung und einem erfüllten Liebesleben beitragen. Denn Sex verbindet und spannender, hervorragender Sex führt zu mehr Nähe, Zufriedenheit und letztendlich zu einer stärkeren Liebe. Auf Liebeswiese.com findet man viele Anregungen für die Auswahl.

3 Regeln für ein tolles erstes Date

Hält man sich an diese drei Regeln, steigt die Wahrscheinlichkeit, ein tolles erstes Date erleben zu können:

#1: Eine angemessene Location wählen

Die Location sollte eine angenehme Atmosphäre haben, beiden Parteien zusagen und dem Anlass entsprechend gewählt werden. Weder die Frittenbude nebenan noch der Stripclub sind dafür geeignet.

#2: Nicht zu viel Alkohol trinken

Es ist ganz normal, bei einem ersten Date aufgeregt zu sein – auch mit über 50. Ein oder zwei Gläschen Wein können die Zuge lockern, mehr zu trinken ist aber nicht zu empfehlen. Wer sich beim ersten Date betrinkt, hinterlässt sicherlich keinen allzu guten Eindruck.

#3: Gesprächsthemen planen

Nichts ist unangenehmer als ein Gespräch, das einfach nicht in Gang kommen will. Deshalb ist zu empfehlen, im Vorhinein über mögliche Gesprächsthemen nachzudenken, um dem peinlichen Schweigen entgegenzuwirken.

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